Crossing Borders
Crossing Borders verbindet Jugendliche aus Europa, Israel, Palästina und Jordanien.
Entwickelt hat sich die Idee aus dem Seminar "Learning To Live Together", welches im Sommer 1994 im International People's College in Elesinore/Dänemark stattfand.
Bei dem Zusammentreffen von Lehrern, Pädagogen und Journalisten aus Ägypten, Israel, Jordanien, Palästina und Tunesien entstand die Vision, ein Medium für die israelische und arabische Jugend zu schaffen, um durch aktive interkulturelle Kommunikation ein Stück zum Friedensprozess im Nahen Osten beizutragen.
Seit den ersten Aktivitäten 1994 ist viel passiert, das Projekt ist mittlerweile eine gemeinnützige NGO, welche regelmäßig Seminare und Workshops für Jugendliche zwischen 16-25 Jahren und Pädagogen aus Israel, Jordanien und Palästina veranstaltet und darüber hinaus mit den Teilnehmern zweiwöchentlich eine Jugendzeitschrift publiziert, welche an Schulen und Jugendzentren im Nahen Osten verteilt wird.
Die Kurse von Crossing Borders sollen den Teilnehmern das Handwerk zur interkulturellen Kommunikation, zum Konfliktmanagement und zur Medienarbeit vermitteln, mit dem Ziel einen nachhaltigen Dialog zwischen israelischen und arabischen Jugendlichen zu fördern.
Aber es geht nicht nur um den Nahostkonflikt, sondern allgemein um die Notwendigkeit, dass wir in einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft lernen müssen, nebeneinander in Frieden zu bestehen, denn wahrer Reichtum ist kulturelle Vielfalt und gegenseitiger Respekt.
Und die Fähigkeit im Team zu arbeiten und Kommunikation sind nicht nur für die Tätigkeit in der Medienbranche von großer Bedeutung, sondern gibt den Jugendlichen von Crossing Borders das Selbstvertrauen, in der Gesellschaft aktiv an Entwicklungsprozessen teilzunehmen und auf diese Weise ihre Zukunft mitzugestalten.
Ende August 2007 hat Crossing Borders gemeinsam mit Deutsche Welle, World University Service (WUS), Givat Haviva/Israel und Peace and Democracy Forum/Palästina junge professionelle Journalisten und Journalismus-Studenten zwischen 20 und 30 aus Dänemark, Deutschland, Israel und Palästina zu dem 10-tägigen Intensivseminar "Development of Media Skills for Dialogue" nach Bonn eingeladen, mit dem Ziel gemeinsam Medienfertigkeiten für einen offenen und konstruktiven interkulturellen Dialog zu entwickeln.
Intensive Diskussionsrunden über heikle Themen wie Kultur, Religion, Politik, Konflikte und Geschlechterrollen boten den Nachwuchsjournalisten die Möglichkeit, Perspektiven zu wechseln und Horizonte zu erweitern, denn viele der teilnehmenden Europäer und Israelis hatten sich noch nie zuvor offen mit Palästinensern ausgetauscht oder umgekehrt.
Neben Gesprächsrunden, Vorträgen und Workshops konnte die Gruppe Institutionen wie die UN, BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) oder eine der Redaktionen der Deutschen Welle kennen lernen.
Einer der Höhepunkte war ein öffentlicher runder Tisch im Hause der Deutschen Welle als Gelegenheit für die Teilnehmer sich in einem formellen Rahmen mit dem Thema "Making the Media Work for Dialogue" auseinander zu setzen.
Das Ergebnis der 10-tägigen Zusammenkunft ist eine Sonderausgabe des Crossing Borders-Magazins für welches jeder Teilnehmer mehrere Artikel erarbeitet hat.
Aber der größte Gewinn sind die neuen Freundschaften und Verbindungen, die auf der persönlichen Ebene zwischen den jungen dänischen, deutschen, israelischen und palästinensischen Meinungsmachern entstanden sind.