Germanwatch

Germanwatch ist eine deutsche Initiative, die sich dafür einsetzt, die bundesdeutsche Politik am Leitbild der Zukunftsfähigkeit für Süd und Nord auszurichten. Damit neue Chancen für eigenständige Entwicklungswege in Entwicklungsländern entstehen, fördert Germanwatch die Bereitschaft der deutschen Bevölkerung zu notwendigen Strukturveränderungen. Nach Ansicht von Germanwatch ist eine ökonomische und ökologische Umorientierung im Norden die Voraussetzung, damit die Menschen im Süden unter menschenwürdigen Bedingungen leben können.

Zentrale Elemente der Arbeit ist dabei der gezielter Dialog mit Politik und Wirtschaft, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie Kampagnen. Neben Entwicklungspolitik und Klimaschutz sind Ernährungssicherung und die soziale und ökologische Gestaltung des Welthandels die Schwerpunkte.

Tradewatch:
Einen Teil der Arbeit von Germanwatch macht die Beobachtung und Analyse des Welthandels im Rahmen der Globalisierung aus: „Die ökonomische Globalisierung hat zu Regeln in der Weltwirtschaft geführt, die für Nachhaltige Entwicklung eher nachteilig sind: die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander, die Entwicklungsländer haben von den Handelsliberalisierungen nicht profitieren können, die multinationalen Konzerne handeln in einem in großen Bereichen rechtsfreien Raum und entziehen sich nationaler Gesetzgebung und Finanzhoheit.

Dabei fordert Germanwatch zum einen, dass sich Handelsregeln stärker an den Interessen der Menschen in Entwicklungsländern orientieren, zum anderen die Verpflichtung für internationale Unternehmen auf verbindliche soziale und ökologische Verhaltensregeln für ihre Handels- und Investitionstätigkeiten.

Aktuelle Kampagnen:

Unterbieten Verbieten - Kein Dumping von Lebensmitteln!
Durch den Verkauf europäischer Lebensmittel unterhalb der tatsächlichen Produktionskosten werden lokale Marktpreise in den Entwicklungsländern unterboten. Die Folge: Kleinbauern werden ihrer Absatzmärkte und damit ihrer Einkommensgrundlage beraubt.
> mehr Infos hierzu bei Germanwatch
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Klima-AUSBADE-Kampagne
Es wird immer deutlicher, dass Entwicklungsländer - und hier vor allem die ärmere Bevölkerung - in besonderem Maße vom globalen Klimawandel betroffen sind. Wer anderen Menschen - in diesem Fall durch Treibhausgase - Schaden zufügt, der hat zwei Pflichten: Erstens muss er sofort aufhören, die Probleme zu erzeugen. Zweitens muss er für den Schaden aufkommen. Die Klima-AUSBADE-Kampagne drängt auf entsprechende Strukturen, damit die Menschen im Süden die Folgen des Klimawandels nicht alleine ausbaden müssen.
> mehr Infos hierzu bei Germanwatch
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