Schweiz/Malaysia: Der Börsengang von Samling

Der Regenwald ist die Lunge unseres Planeten und Lebensraum für mehrere Millionen Tier- und Pflanzenarten.
Durch die systematische Abholzung werden die wertvollen Ökosysteme der Tropenwälder dauerhaft zerstört.

Betroffen sind nicht nur die indigenen Völker, einheimischen Bauern, Tiere und Pflanzen, sondern auch für den Rest der Welt sind die Konsequenzen auf das Weltklima, in Form von Dürreperioden, Bränden und globaler Erwärmung, bereits heute zu spüren.

Die aktuellen Zahlen der UN sind alarmierend - jährlich werden weltweit 13 Millionen Hektar Regenwald gerodet, eine Fläche halb so groß wie die Bundesrepublik. Täglich gehen so 20.000 Hektar unwiederbringlich verloren.

Trotz dieser traurigen Bilanz möchte Samling Ltd., einer der weltgrößten Holzkonzerne mit Hauptsitz auf der Insel Borneo/Malaysia, weiter expandieren.

Dazu verhelfen sollte dem Konzern der Börsengang, mit dem sich das Unternehmen etwa 280 Millionen US-Dollar versprach, um Produktionskapazitäten für  weitere Abholzungen zu finanzieren und Schulden zu begleichen.

Ermöglicht wurde dieser Schritt durch die renommierte Schweizer Bank Credit Suisse in Zusammenarbeit mit der britischen Bank HSBC und der australischen Macquarie Bank.

Die Credit Suisse wird international scharf kritisiert, denn die Unterstützung des Holzgiganten Samling steht im Widerspruch mit den Nachhaltigskeitsrichtlinien des Bankinstituts.

37 Nichtregierungsorganisationen aus 18 Ländern haben als Reaktion einen Aufruf in der "International Herald Tribune" veröffentlicht, um vor der Zusammenarbeit mit dem Samling zu warnen.

Derzeit verfügt das Unternehmen über "Ernterechte" für mehr als 4 Millionen Hektar Regenwald in Malaysia, Guyana, China und Neuseeland und ist damit maßgeblich an der weltweiten Abholzung tropischer Regenwälder beteiligt.

In Kambodscha und Papua-Neuguinea war Samling an illegalen Rodungen involviert.

Der Bruno Manser Fond setzt sich im Geiste des in Sarawak verschollenen Ethnologen für Rechte der die indigenen Stämme und die Erhaltung des Regenwalds ein.

Zu Lebzeiten verbrachte Bruno Manser mehrere Jahre mit den Penan und versuchte sie vor dem Holzschlag zu schützen.

Der Holzriese Samling ist der größte Gegner des verstorbenen Ethnologen - es gibt Vermutungen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Verschwinden Bruno Mansers und dessen Engagement für den Erhalt des Regenwalds in Borneo besteht.

Fakt ist, dass sich Credit Suisse mitverantwortlich macht für die Zerstörung des Regenwälder, indem es die zwielichtigen Geschäfte von Samling unterstützt.

empfehlungen

>> samling.com
Samling Global Limited ist eines der größten Holzunternehmen der Welt

>> credit-suisse.com
Nachhaltigkeitsrichtlinien des Schweizer Bankunternehmens Credit Suisse

>> bmf.ch
Neuigkeiten der Schweizer Bruno Manser Fonds

>> pro-regenwald.de/
Aktivitäten der Pro Regenwald, einem Verein zum Erhalt des Regenwalds

>> pro-regenwald.de
Neuigkeiten des Vereins Pro Regenwald

>> GfbV
Die Gesellschaft für bedrohte Völker im Kampf gegen Samling

>> bmf.ch
Spenden an die Eingeborenen des Regenwalds in Borneo